Kindertrainingslager 2013

 

 

Kinder der Dojo‘s Asahi und Fudoshin trainieren gemeinsam

 

 

Einmal im Jahr heißt es für die Kinder des Dojo Asahi aus Wurzen und des Dojo Fudoshin aus Leipzig: „Auf an den Grillensee!“ – So ging es auch in diesem Jahr kurz nach den großen Ferien bepackt mit Gi, Obi, Räubersachen und kleinen Naschereien für ein Wochenende in das Freizeit- und Bildungszentrum Grillensee nach Naunhof.

 

Pünktlich zum Bettenbeziehen trafen die Kinder am späten Freitagnachmittag mit ihren Eltern im Objekt ein, packten die Sachen in ihre Schränke und konnten teilweise die Verabschiedung von den Eltern nicht erwarten – schließlich stand ihnen ein aufregendes Wochenende mit alten und neuen Bekannten bevor. Erster Treffpunkt war der Spielplatz. Auf Ausguck, am Steuerruder und auf den Planken des Piratenschiffes konnten alte Kontakte zwischen den zwei Vereinen aufgefrischt und neue geknüpft werden.

 

Beim gemeinsamen Abendessen schmiedeten die Kinder erste Pläne für den Abend. In der Zwischenzeit überlegten wir Übungsleiter, welche Übungen im abendlichen Sportprogramm aufgenommen werden sollten. Neben der körperlichen Ertüchtigung lag uns auch die Reduzierung nächtlicher Lärmphasen einiger besonders ausgeruhter Kinder am Herzen… :-)

 

Einige Zeit nach dem Essen versammelten wir uns in Sportsachen auf einer Wiese bei der Unterkunft. Bis es dunkel wurde, konnte bei Rennspielen überschüssige Energie abgebaut werden. Nach dem Duschen und Zähne putzen ließen die Kinder den Tag in ihren Zimmern ausklingen.

 

Am Samstagmorgen war zeitiges Aufstehen angesagt, der Begriff Frühsport beinhaltet ja nicht ohne Grund das Wort „Früh“. Einige Kinder schafften es bereits vor dem Wecken wach und laut zu sein und durften deshalb Extraübungen absolvieren.

 

Wir trafen uns alle vor der Unterkunft in Sportkleidung. In lockerem Lauf ging es aus dem Gelände heraus in den nahen Wald. Nach einer kurzen Strecke, bei der auch der kleine Anstieg nicht fehlen durfte, absolvierten wir auf der Wiese bei der Unterkunftnoch einige gymnastische Übungen. Richtig wach marschierten alle nach Umziehen und Zähne putzen in 2er-Reihe zum leckeren Frühstück.

 

Frisch gestärkt zogen wir uns erneut um – diesmal die Judo-Kleidung, denn die Trainingseinheiten sollten beginnen. 34 Kinder, aus jedem Dojo 17, traten auf dem großen Vorplatz zur offiziellen Begrüßung an. Zusätzlich reihten sich noch einige Jugendliche sowie zwei Erwachsene des Dojo Asahi in die Aufstellung ein.

 

Zur Überraschung der Kinder standen zwei Polizisten an der Seite und wurden von den Übungsleitern begrüßt. Eine Präventionsstunde, abgestimmt auf die jeweiligen Altersgruppen, war geplant. Diese sehr gut vorbereitete und durchgeführte Lehreinheit kam sehr gut bei den Kindern an. Bilder und Trickfilme verdeutlichten den Kindern die jeweiligen Themen. Wir bedanken uns auch auf diesem Weg beim Fachbereich Prävention der PD Leipzig für die Einheiten und hoffen auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

 

Die Gruppen, welche nicht bei der Prävention waren, konnten einige Jiu Jitsu Techniken üben. Unter anderem wurde gezeigt, wie aus der Handbefreiung ein Niederwurf glücken kann. Die Älteren durften sich gegen einen Angriff mit Stock verteidigen und die Kleinen suchten erfolgreich einen Schatz.

 

Dann war der Vormittag vorbei und wir konnten erschöpft aber auch überwältigt durch die vielen neuen Eindrücke zum Mittagessen gehen. Die anschließende Ruhezeit wurde zumindest von den ganz kleinen Teilnehmern für eine Auszeit im Traumland genutzt. Am Nachmittag gab es noch eine Jiu-Einheit mit Bodentechniken für die Kleinen, während die Großen sich wieder gegen Stockangriffe behaupten durften. Diesmal wurde ein Stock zur Verteidigung eingesetzt.

 

Beim abschließenden Randouri, welches nun schon zum 4. Mal in der Form durchgeführt wurde, konnten die Kinder ihr Wissen und die neu erlernten Techniken anwenden.

 

Am Abend, bei Bratwurst und Salaten, saßen wir zusammen und werteten den ereignisreichen Tag aus. Als es langsam dunkel wurde, wurde es Zeit für die Nachtwanderung. Einer der Übungsleiter wollte dabei die Kinder erschrecken,indem er durch Gebüsch und Maisfeld rannte, raschelte und dabei Wildschwein spielte. Als Ergebnis hatte er selbst eine Menge Kratzer und rannte vor einem vermeintlich echten Wildschwein davon.

 

Zur Schlafenszeit mussten einige Kinder wieder etwas mehr angetrieben werden als andere. Als dann alle im Bett waren, kehrte sehr schnell Ruhe ein und die Kinder fielen in tiefen Schlaf.

 

Wir Übungsleiter saßen noch eine Weile zusammen und machten uns unter anderem Notizen, um im nächsten Jahr einige Punkte zu verbessern.

 

Wir waren uns einig, dass auch in diesem Jahr unser gemeinsames Trainingslager sehr erfolgreich war. Auch das Feedback einiger Kinder, die bedauerten, dass es schon zu Ende war, zeigte uns: Im nächsten Jahr müssen wir wiederkommen!

 

 

 

Gruppenbild

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Text: Claudia Moser